Der kleine Mario ODER Muscheln soweit das Auge reicht – Reisebericht Sardinien Tag 8

klettern-capo-testaFür das Ausflugsprogramm am 8. Tag des Sardinienaufenthalts zeichneten Klaus und Flo verantwortlich. Nachdem das Alpikuna-Team die Küste im Norden schon recht ausführlich besichtigt hatte, buchten sie einen Bootsausflug zur Inselgruppe „La Maddalena“. Die nette Empfangsdame auf dem Campingplatz La Liccia hat den Ausflug in den höchsten Tönen gelobt. Insbesondere der Kapitän sei ein Original, der den lukullischen Genüssen nicht abgeneigt sei und auch eine Schwäche für guten Wein habe. Ihr hättet die leuchtenden Augen von Klaus und Flo sehen sollen…

Früh morgens machten wir uns also auf die Socken und fuhren zum Hafen von Porto Pozzo, ca. eine halbe Stunde vom Campingplatz entfernt. Die Schlaftrunkenheit des Alpikuna-Teams verflog schnell, als wir das Deck des Ausflugsbootes betraten. Das Schiff der Firma Northwest schien schon bessere Zeiten erlebt zu haben – es handelte sich sicher um den ältesten Kutter im Hafen von Porto Pozzo. Auch das Beiboot schien mehr oder weniger nur noch vom Lack zusammengehalten zu werden. Weiterlesen

2Raumwohnung ODER Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast – Reisebericht Sardinien Tag 7

bus-mit-aussicht.Der größte Teil der sardischen Bevölkerung gehört der römisch-katholischen Kirche an. Also passte sich auch das Alpikuna-Team den örtlichen Gepflogenheiten an und entschied sich am 7. Tag zu ruhen.

Um bei der Wahrheit zu bleiben, geschah dies weniger aus religiösen Motiven als vielmehr deswegen, weil die vorherrschenden Temperaturen eine gewisse Trägheit in uns auslöste. Selbst durchgeführte empirische Untersuchungen brachten folgendes Resultat: 36 Grad im Schatten, in der Sonne überstieg die Quecksilbersäule die Skala auf unserem Thermometer, die immerhin bis zu bescheidenen 50 Grad reichte. Um beim Lesen dieses Blogs in die passende Stimmung zu kommen empfehlen wir deshalb folgende Hintergrundmusik.

Heute ein paar wahllos zusammengewürfelte Zahlen, die die Dimensionen unseres Ausflugs unterstreichen sollen:

  • 1: Anzahl an Expressschlingen, die wir zurücklassen mussten (Flo!!!)
  • 2: Anzahl der Tage, an denen es (jeweils nur ein paar Minuten) geregnet hat
  • 4: Anzahl an Paare von Schuhen, die wir während des Aufenthalts verschlissen haben
  • 5: Anzahl an Gläsern „Nutella“, die wir in den 3 Wochen verzehrt haben
  • 5: Anzahl an Campingplätzen, auf denen wir gewohnt haben Weiterlesen

Eine Küste, die ihren Namen verdient ODER wie wir den Red Bull Cliff Divern Konkurrenz machten – Reisebericht Sardinien Tag 6

CliffdivingKurz vor Ende der ersten Woche ist es an der Zeit, die beiden jüngsten Teilnehmerinnen des Alpikuna-Expeditionsteams ins Rampenlicht zu rücken. Annabelle und Kathi sorgten an diesem Tag für besonders gute Stimmung im Team und beeindruckten außerdem durch ungeahnte Klippenspringer-Qualitäten.

Die Costa Paradiso ist ein Küstenabschnitt der gallurischen Nordküste Sardiniens. Um den Strand „Li Cossi“ zu erreichen, fährt man durch eine größere Feriensiedlung, die sich über zahlreiche Serpentinen bis hinunter ans Meer schlängelt. Entsprechend gut besucht war auch der märchenhaft schöne Strand. Dieser Küstenbereich hat die Bezeichnung „paradiesisch“ auch mit Fug und Recht verdient. Weiterlesen

Fluktuationen ODER Kitsch an der „Straße von Bonifacio“ – Reisebericht Sardinien Tag 5

granitfelsRuhig und ohne Hast genossen wir ein langes Frühstück in unserer Homebase auf dem Camping-Platz La Liccia. Doch ein Kribbeln setzte bald ein und war nur teils dem allseits beliebten, koffeinhaltigen Frühstücksgetränk geschuldet. Nach einer ersten Besichtigung, einem ersten Abtasten und Kennenlernen an den Tagen zuvor, wollte das Alpikuna-Kletterteam erstmals so richtig Hand anlegen – an den rauhen, von Mikrokristallen übersäten Granit der Cala Spinosa.

Schon früh am Vormittag schraubte die Sonne über dem Norden Sardiniens das Thermometer in derartige Höhen, dass an Klettern nicht zu denken war. Erst am späten Nachmittag brachen wir also zur Cala Spinosa („dornige Bucht“) auf. Alleine schon der Zustieg, der nicht mehr als wenige Minuten in Anspruch nimmt, lässt alle (Kletter-) Herzen höher schlagen. Direkt am Ende einer kleinen Bucht führen von der Natur geformte Granitsteintreppen über ein kleines Plateau hin zur nächsten Bucht, in der der Klettergarten eingerichtet wurde. Am späten Nachmittag, bei langsam untergehender Sonne gingen wir entlang bizarr geformter Granitblöcke und murmelten mit offenen Mündern vor uns hin, dass wir so etwas noch nie zuvor gesehen hatten. Die Südspitze Korsikas schien zum Greifen nahe, dann glitt wieder ein Schiff mit weißen Segeln durch die tiefblaue „Straße von Bonifacio“ (die Meerenge zwischen Korsika und Sardinien) – es war schlicht und ergreifend kitschig. Weiterlesen

Zum Heiligen Peter ODER wie wir den tosenden Wellen ein Opfer darbrachten – Reisebericht Sardinien Tag 4

san-pietro-a-mareWikipedia verrät uns: Peter ist griechischen Ursprungs (πέτρος petros) und bedeutet Fels im Sinne von Felsblock. Der gewachsene Felsen wird im Griechischen als petra bezeichnet. Für das Alpikuna-Team war es also nur schlüssig herauszufinden, was es mit dem Strand in San Pietro a Mare auf sich hat.

Am 4. Tag unserer Reise brachen wir also in Richtung dieses kleinen Küstenortes auf, wo wir uns von den Strapazen des Vortags erholen wollten. Der kilometerlange Strand entpuppte sich als ein Hotspot für Kite-Surfer. Ein steife Brise sorgte dafür, dass sich meterhohe Wellen auftürmten und den Kitesurfern beste Bedingungen bescherte. Was uns aber viel mehr begeisterte und zugleich erstaunte, war die Tatsache, dass sich an diesem wunderschönen Abschnitt der Küste nur sehr wenige Touristen tummelten. Weiterlesen

Wer (Pläne) lesen kann ist klar im Vorteil ODER harter Arbeit Lohn – Reisebericht Sardinien Tag 3

cala-spinosaAm 3. Tag der Sardinien-Reise schlitterte das Alpikuna-Expeditionsteam in sein erstes Abenteuer. Geplant hatten wir einen ruhigen Tag am Strand der wunderschönen Cala Spinosa, wo wir auch auch erste Eindrücke vom gleichnamigen Klettergebiet gewinnen wollten. Doch die sardischen Götter hatten andere Pläne…

Die Cala Spinosa befindet sich auf Capo Testa, einer Halbinsel im Nordwesten Sardiniens. Die Halbinsel ist von glasklarem Wasser umgeben, das in allen Blau- und Grüntönen schimmert und von der aus man auch die Südspitze Korsikas sehen kann. Was die Halbinsel aber besonders macht, sind die abertausenden, von Wind und Salzwasser bizarr geformten Granitblöcke. Außerdem befindet sich hier das einzige, mit Bohrhaken gesicherte Klettergebiet dieser Gegend. Ein fantastischer Platz also für unsere erste Klettersession. Weiterlesen

Benvenuto a Sardegna ODER wie wir nur knapp den sardischen Gefängnissen entronnen sind – Reisebericht Sardinien Tag 2

leuchtturm-von-olbiaNachdem uns das sanfte Wiegen der riesigen Fähre und das monotone Brummen der Dieselmotoren in den Schlaf gewogen hatten, erwachte das ganze Alpikuna Team am nächsten Tag bereits in den sardischen Hoheitsgewässern. Der Blick aus dem Bullauge verriet uns, dass wir uns bereits auf der Einfahrt in den Hafen von Olbia befanden. Nach einem äußerst unitalienischen – weil viel zu schwachen – Kaffee und ein paar Croissants war es auch schon an der Zeit, unsere Fahrzeuge aus dem Bauch der Fähre zu holen und endlich einen Fuß (oder besser gesagt acht Reifen) auf die Insel zu setzen. Weiterlesen

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ODER wie wir nach einer langen Anreise mit einem tollen Naturschauspiel belohnt wurden – Reisebericht Sardinien Tag 10

faehre-beladenNach langen Vorbereitungen, vielen Gesprächen und gelegentlichen Anflügen von akutem Fernweh war es schließlich soweit: das Alpikuna Reiseteam nahm die Fahrt auf die zweitgrößte Insel im Mittelmeer in Angriff. Je näher der Tag der Abreise kam, desto deutlicher wurde uns bewusst, dass wir uns ein sehr ambitioniertes Ziel gesteckt hatten – eine Umrundung der gesamten Insel innert 21 Tagen. So richtig klar wurde uns das Ausmaß der Expedition aber erst als wir dann den Fuß auf die Insel setzen und die erste Fahrt angetreten hatten…aber der Reihe nach! Weiterlesen

21 Tage – 21 Geschichten: Alpikuna-Reisebericht über Sardinien

just-funLiebe Alpikuna-Fangemeinde,
ciao ragazzi!

Vor wenigen Tagen ist eine schlanke, aber deswegen nicht weniger schlagkräftige Abordnung des Alpikuna-Teams von einer dreiwöchigen Sardinien-Reise zurückgekehrt. Nach einer dringend notwendigen Erholungsphase sind die Abenteurerinnen und Abenteurer nun in der Lage, ihre unzähligen Eindrücke zu verarbeiten und zu Papier zu bringen. Weiterlesen