Eines langen Tages Reise in die Zivilisation ODER gekühlte Getränke in der einsamen Bucht – Reisebericht Sardinien Tag 20

Cala LunaWas am zweiten Tag der Alpikuna-Expedition in Capo Testa ein kleiner Vorgeschmack war, sollte am vorletzten Tag unseres Sardinien-Aufenthaltes in ein wahres Abenteuer münden. Oder zumindest hatten wir es uns so vorgestellt…

Schon seit einigen Tagen ließ uns eine Bucht namens „Cala Luna“ – Mondbucht – nicht mehr los. Sie spukte in unseren Köpfen herum und bestimmte viele unserer Gespräche. Einmal mehr – als krönender Abschluss sozusagen – wollten wir in einer wunderschönen Bucht baden und klettern. In unseren Köpfen entsponnen sich wilde Fantasien über einen einsamen Strandabschnitt, den wir quasi erobern wollten. Wir waren auf alles vorbereitet, diskutierten über Ausrüstung, Proviant und Routenplanung. Kurz stand sogar die Idee im Raum, in der Bucht zu übernachten, was uns dann aber doch nicht ganz geheuer war – was ist, wenn einem von uns irgendetwas passiert, sich jemand verletzt oder uns der Proviant ausgeht? Wir wollten das Risiko so kurz vor Ende der Expedition nicht auf uns nehmen. Weiterlesen

Videoimpressionen Alpikuna Kletterurlaub Sardinien Teil 1

Blog-Video-350Wir freuen uns euch jetzt auch die ersten Videoimpressionen des Alpikuna Kletterurlaubs auf Sardinien präsentieren zu können. Hier mal den ersten Teil mit Bildern der Fähre von Genua nach Olbia, Sardinien. Erster Anlaufpunkt dann Santa Teresa de Gallura, Campingplatz La Liccia mit Ankommens-Badeerlebnis am dortigen Badestrand. Hier geht es zum Video Weiterlesen

Das Meisterstück ODER wo Steine vom Himmel fallen – Reisebericht Sardinien Tag 19

tag-19Cala Gonone ist für Kletterer das Paradies auf Erden. Im nahen Umkreis des quirligen Hafenstädtchens befindet sich eine Reihe der Kletterhotspots auf Sardinien. Einen davon konnte das Alpikuna-Expeditionsteam vom Campingplatz aus in etwa 30 Minuten sogar zu Fuß erreichen.

Für den Zustieg zur Grotte von Biddiriscottai spaziert man am Hafen vorbei, wo Scharen von Touristen darauf warten, auf einem der unzähligen Ausflugsschiffe die umliegenden Buchten zu erkunden. Nach wenigen Metern verlässt man die asphaltierte Straße und gelangt zu einem felsigen Weg, der flach der Küste entlang in Richtung Norden führt. Die Sonne stand bereits hoch am Himmel und das Alpikuna-Team, schwer bepackt wie immer, schwitzte, was das Zeug hielt. Einmal mehr hatten wir viel zu viel Gepäck dabei – sogar einen Sonnenschirm, was sich als besonders sinnlos herausstellen sollte. Denn die Grotte von Biddiriscottai ist ein idealer Platz zum Klettern an sehr heißen und an regnerischen Tagen – weil sie eben, nona, eine Grotte ist! Schatten, wohin das Auge reicht. Weiterlesen

Der Grand Canyon Europas ODER letzter Abschnitt unserer Hidschra ins Kletter-Mekka – Reisebericht Sardinien Tag 18

Alpikuna auf SardinienOn the road again. Der letzte Abschnitt der Rundreise des Alpikuna-Teams führte uns noch ein Stück weiter nach Norden. Wir schlugen unser Lager in Cala Gonone auf, auf dem gleichlautenden Campingplatz. Bevor wir uns aber endgültig gen Olbia aufmachten, verbrachten wir noch ein paar Tage in diesem Kletter-Mekka der Ostküste.

Die Fahrt von Tortolí nach Cala Gonone gehörte sicher zu den schönsten des gesamten Trips. Schon kurz nach der Ortsgrenze von Tortoli verengt sich die Straße zu einer zweispurigen Bergstraße, die sich kontinuierlich höher schlängelt auf ein Kalksteinmassiv, das den Namen Supramonte trägt. Die Landschaft ist wunderschön. Die kahle Hochebene, deren höchster Gipfel 1.463 Meter hoch ist, wirkt mit ihren vielen Schluchten und zerklüfteten Pässen imposant. Hie und da tauchen neben der Straße Pferdekoppeln oder Ziegenherden auf. Einfach genial. Weiterlesen

Alpikunas Who is Who ODER Die glorreichen Fünf – Reisebericht Sardinien Tag 17

Tag 17Die Tage in Tortoli waren sehr ereignisreich, neigten sich aber langsam dem Ende zu. Das Alpikuna-Expeditionsteam hatte sich bereits entschlossen noch einmal das nomadische Leben fortzuführen und einen letzten Campingplatz zu besuchen. Deswegen wurde der letzte Tag auf dem Campingplatz Orrí ruhig angegangen und die Abreise gemächlich vorbereitet.

Uns gibt das die Gelegenheit, die fünf Teilnehmer der Expedition kurz vorzustellen.

David: Alpikuna Produktentwickler, Naturstein-Klettergriff-Experte, Fotograf/Paparazzo, Handwerk-Genie und Improvisationstalent, Grillmeister, Recycling-Beauftragter, 2. Vorsteiger; Schnorchelprofi (entdeckte als einziger einen Tintenfisch), Navigator
Lieblingsspeise: Weiterlesen

Ichnusa klettern, Ichnusa trinken ODER Mineraliensuche mit Meerblick – Reisebericht Sardinien Tag 16

David im SteinbruchNach der gelungenen Geburtstagsparty vom Vortag gönnte sich das Alpikuna-Team an Tag 16 eine kleine Verschnaufpause.  Bis zu diesem Tag war das Programm mehr oder weniger dicht gedrängt, sodass wir immer früh aufgestanden waren. An jenem Tag aber kamen wir nur langsam in die Gänge.

Selbstverständlich war ein Tag ohne Aktivität undenkbar und wir waren in den Osten unter anderem deswegen gereist, weil wir die unzähligen Klettergebiete kennenlernen wollten – zumindest einige davon. Am Nachmittag steuerten wir deshalb unser Begleitfahrzeug in Richtung der Ortschaft Baunei. Kurz vor Erreichen dieses Bergdorfes bogen wir rechts ab und folgten einer steilen, serpentinenreichen Straße, die wieder bis zum Meer hinunterführt. Wenn man bei der ersten Kehre in eine Schotterstraße abbiegt, erreicht man nach wenigen Metern einen verlassen Steinbruch – das Campo dei Miracoli. Weiterlesen

Hollywood lässt grüßen ODER Tanti Auguri, Klaus! – Reisebericht Sardinien Tag 15

KlausiAm 15. Tag unseres Sardinien-Urlaubs feierte ein Mitglied des Alpikuna-Kletterteams Geburtstag: unser Klaus wurde 37, äh 27 Jahre alt. Für seinen Geburtstag hatten wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen – zumindest haben wir das im Nachhinein Klaus gegenüber so behauptet.

Schon bei der Ankunft in Tortoli auf dem Campingplatz Orri am Vortag wurden wir von ohrenbetäubendem Lärm aufgeschreckt. Über dem Himmel, direkt vor dem Privatstrand des Campingplatzes, störte eine Reihe von Kampfflugzeugen die nachmittägliche Ruhe. Das Dröhnen der Nachbrenner und die waghalsigen Manöver der Piloten ließen den Boden buchstäblich erzittern. Es war wirklich furchteinflößend. Hatte Italien jemandem den Krieg erklärt? Hatten wir etwas angestellt? War man auf der Suche nach uns – nach Klaus? Weiterlesen

Im Westen viel Neues ODER Alpikuna is(s)t überall – Reisebericht Sardinien Tag 14

Sardinienreise Tag 14Am Ende der zweiten Woche war es abermals für das Alpikuna-Expeditionsteam an der Zeit, einen Standortwechsel vorzunehmen. Nach der Nord-Süd-Durchquerung galt es nun die Insel von Westen nach Osten zu kreuzen. Von Buggerru aus steuerten wir das Städtchen Tortoli an der Ostküste an. Nachdem wir nun 14 Tage lang in relativ ruhigen Gegenden unterwegs waren, sollten wir im Osten nun in eine etwas touristische, aber deswegen nicht weniger schöne Region eintauchen. Weiterlesen

Der „Hängende Stein“ von Sardinien ODER der Pfannkuchengott – Reisebericht Sardinien Tag 13

Klettern in der Schlucht "Hängender Stein von Sardinien"Seit der Ankunft des Alpikuna-Teams im Osten der Insel, in der Gegend um die Ortschaft Buggerru, wurde täglich geklettert. So auch am dritten Tag in Folge. Dieses Mal machten wir es uns leicht und blieben ziemlich in der Nähe unseres Base-Camps auf dem Campingplatz Ortus de Mari.

Der „Canyon de San Nicolò“ ist es einer der noch relativ jungen Klettergebiete auf Sardinien, v.a. an der Südwestküste. Abgesehen davon, dass wir den gesuchten Sektor wieder nicht auf Anhieb finden konnten und von einem riesigen Schwarm Baby-Mücken angefallen wurden, war der Zustieg relativ leicht. Die Wand erinnerte uns vom Kletterstil und der Routenführung her ein wenig an die Heimat – wir tauften die Schlucht jedenfalls „Hängender Stein von Sardinien“. Weiterlesen

Wie wir Louis Armstrong auf Sardinien gefunden haben ODER Zuckerbrot mit Sonnenuntergang – Reisebericht Sardinien Tag 12

annabelle-kletterroute-louis-armstrongMasua ist ein ehemaliges Bergbauzentrum, in dem über viele Jahrzehnte hinweg Erz, Blei und Zink abgebaut wurde. Noch heute zeugen einige stillgelegte Minen von der einstigen Hochblüte dieses Wirtschaftszweigs. Für das Alpikuna-Team war an diesem Tag allerdings weniger die Arbeit der Kumpel unter Tag von Interesse sondern vielmehr das wunderbare, weiße Kalkgestein, dass sich über den Minen, direkt am Meer auftürmt.

Das Klettergebiet von Masua ist eigentlich äußerst beliebt. Die einfache Erreichbarkeit und das einmalige Panorama lassen alle Kletterherzen höher schlagen. Im Sommer allerdings, wenn die Temperaturen entsprechend steigen, legen nur wenige Kletterer Hand an den Fels. Also konnte das Alpikuna-Team einmal mehr ungestört die Aussicht genießen und einige Routen punkten. Weiterlesen