Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ODER wie wir nach einer langen Anreise mit einem tollen Naturschauspiel belohnt wurden – Reisebericht Sardinien Tag 10

faehre-beladenNach langen Vorbereitungen, vielen Gesprächen und gelegentlichen Anflügen von akutem Fernweh war es schließlich soweit: das Alpikuna Reiseteam nahm die Fahrt auf die zweitgrößte Insel im Mittelmeer in Angriff. Je näher der Tag der Abreise kam, desto deutlicher wurde uns bewusst, dass wir uns ein sehr ambitioniertes Ziel gesteckt hatten – eine Umrundung der gesamten Insel innert 21 Tagen. So richtig klar wurde uns das Ausmaß der Expedition aber erst als wir dann den Fuß auf die Insel setzen und die erste Fahrt angetreten hatten…aber der Reihe nach!

Die Abfahrt aus dem heimatlichen Vorarlberg ging reibungslos und pünktlich über die Bühne. Kurz nach der Überquerung der österreichisch-liechtensteinischen Grenze wartete aber bereits die erste Überraschung auf uns: Stau schon auf der Schweizer Autobahn – noch weit vor dem San Bernardino-Pass. Mit genügend Zeitreserve und guten Nerven im Gepäck gaben wir uns unserem Schicksal hin und dümpelten weiter in eienr langen Kolonne in Richtung italienischer Grenze. Obwohl der Verkehr bis zu unserem Ablegehafen in Genua stellenweise sehr dicht war, gelangten wir ohne größeren Zeitverlust ans Ziel. Nur auf genuesischem Stadtgebiet waren wir gezwungen ein paar halsbrecherische (italienische) Wendemanöver zu vollziehen, um größere Umwege zu vermeiden. Da auch wir zu jenen 99% gehörten, die den Hafen nicht auf Anhieb erreichten, empfehlen wir folgenden Beitrag im Vorfeld zu studieren – er macht das Leben tatsächlich leichter: Insidertipps Anfahrt Hafen Genua

Das Warten auf die Fähre war dann sehr entspannt, zumal wir als beinahe einziges Wohnmobil über einen exklusiven Blick auf die wartenden Mitreisenden und die anlegenden Fähren verfügten. Entgegen der zahlreichen Horrorgeschichten und vielen mitleidigen Blicken, die wir uns im Vorfeld zugezogen hatten, entpuppte sich die Fähre des Unternehmens Tirrenia als modernes Schiff. Auch unsere Vierer-Außenkabine, in die wir uns zu fünft zwängten, genügte unseren bescheidenen Ansprüchen völlig.

Aufgekratzt von den vor uns liegenden Abenteuern blieben wir noch lange auf Deck – auch als die letzten Häuser von Genua in der Nacht langsam erloschen waren. Der warme Wind und das offene Meer zauberten ein Lächeln in unsere Gesichter, die nur noch von ungläubigem Staunen übertroffen wurden: nach kurzer Fahrtzeit erschien der Mond rot gefärbt knapp über der Wasseroberfläche am Horizont und stieg zügig in die Höhe. Ein unvergessliches Naturschauspiel – niemand von uns hatte den Mond in dieser Farbe zuvor gesehen. Leider war dies einer der ganz wenigen Momente, den wir nicht fotografisch festgehalten haben – deshalb bleibt euch nichts anderes übrig als unseren Erzählungen Glauben zu schenken.

Jedenfalls beschlossen wir, diesen ungewöhnlichen Anblick als gutes Omen für die kommende Reise zu verstehen und gingen müde aber zufrieden in unsere Kabine.

Mehr Bilder unter www.alpikuna.at/fotogalerie-reisebericht-sardinien.html

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