Arrivederci, Sardegna ODER „Und die Moral von der Geschicht’…“ – Reisebericht Sardinien Tag 21

Tag 21Mit gemischten Gefühlen bereitete das Alpikuna-Expeditionsteam nach 21 Tagen das letzte ausgedehnte Früstück auf sardischem Boden zu. Die abwechslungsreiche Landschaft, das glasklare Wasser, die atemberaubenden Klettergebiete, die freundlichen Menschen und das einheimische Bier hatten sich einen Platz in unseren Herzen und Köpfen erobert. Andererseits breitete sich auch das Kribbeln im Bauch aus, das entsteht, wenn man sich nach einer langen Reise wieder auf den Nachhauseweg macht – zurück in die vertraute Umgebung zu Familie und Freunden.

Vieles wurde über Sardinen geschrieben. Vielfältigste Reiseführer, unzählige Blogs und Reiseberichte, mündliche Überlieferungen und andere Quellen sorgen dafür, dass man mit einer gewissen Vorstellung auf die zweitgrößte Insel des Mittelmeers fährt. Es mag eine Binsenweisheit sein, aber all diese Beschreibungen, Warnungen und Empfehlungen stellen nur einen untauglichen Versuch dar, Sardinien in seiner Vielseitigkeit und Schönheit in Worte zu fassen. Weiterlesen

Eines langen Tages Reise in die Zivilisation ODER gekühlte Getränke in der einsamen Bucht – Reisebericht Sardinien Tag 20

Cala LunaWas am zweiten Tag der Alpikuna-Expedition in Capo Testa ein kleiner Vorgeschmack war, sollte am vorletzten Tag unseres Sardinien-Aufenthaltes in ein wahres Abenteuer münden. Oder zumindest hatten wir es uns so vorgestellt…

Schon seit einigen Tagen ließ uns eine Bucht namens „Cala Luna“ – Mondbucht – nicht mehr los. Sie spukte in unseren Köpfen herum und bestimmte viele unserer Gespräche. Einmal mehr – als krönender Abschluss sozusagen – wollten wir in einer wunderschönen Bucht baden und klettern. In unseren Köpfen entsponnen sich wilde Fantasien über einen einsamen Strandabschnitt, den wir quasi erobern wollten. Wir waren auf alles vorbereitet, diskutierten über Ausrüstung, Proviant und Routenplanung. Kurz stand sogar die Idee im Raum, in der Bucht zu übernachten, was uns dann aber doch nicht ganz geheuer war – was ist, wenn einem von uns irgendetwas passiert, sich jemand verletzt oder uns der Proviant ausgeht? Wir wollten das Risiko so kurz vor Ende der Expedition nicht auf uns nehmen. Weiterlesen

Videoimpressionen Alpikuna Kletterurlaub Sardinien Teil 1

Blog-Video-350Wir freuen uns euch jetzt auch die ersten Videoimpressionen des Alpikuna Kletterurlaubs auf Sardinien präsentieren zu können. Hier mal den ersten Teil mit Bildern der Fähre von Genua nach Olbia, Sardinien. Erster Anlaufpunkt dann Santa Teresa de Gallura, Campingplatz La Liccia mit Ankommens-Badeerlebnis am dortigen Badestrand. Hier geht es zum Video Weiterlesen

Das Meisterstück ODER wo Steine vom Himmel fallen – Reisebericht Sardinien Tag 19

tag-19Cala Gonone ist für Kletterer das Paradies auf Erden. Im nahen Umkreis des quirligen Hafenstädtchens befindet sich eine Reihe der Kletterhotspots auf Sardinien. Einen davon konnte das Alpikuna-Expeditionsteam vom Campingplatz aus in etwa 30 Minuten sogar zu Fuß erreichen.

Für den Zustieg zur Grotte von Biddiriscottai spaziert man am Hafen vorbei, wo Scharen von Touristen darauf warten, auf einem der unzähligen Ausflugsschiffe die umliegenden Buchten zu erkunden. Nach wenigen Metern verlässt man die asphaltierte Straße und gelangt zu einem felsigen Weg, der flach der Küste entlang in Richtung Norden führt. Die Sonne stand bereits hoch am Himmel und das Alpikuna-Team, schwer bepackt wie immer, schwitzte, was das Zeug hielt. Einmal mehr hatten wir viel zu viel Gepäck dabei – sogar einen Sonnenschirm, was sich als besonders sinnlos herausstellen sollte. Denn die Grotte von Biddiriscottai ist ein idealer Platz zum Klettern an sehr heißen und an regnerischen Tagen – weil sie eben, nona, eine Grotte ist! Schatten, wohin das Auge reicht. Weiterlesen

Der Grand Canyon Europas ODER letzter Abschnitt unserer Hidschra ins Kletter-Mekka – Reisebericht Sardinien Tag 18

Alpikuna auf SardinienOn the road again. Der letzte Abschnitt der Rundreise des Alpikuna-Teams führte uns noch ein Stück weiter nach Norden. Wir schlugen unser Lager in Cala Gonone auf, auf dem gleichlautenden Campingplatz. Bevor wir uns aber endgültig gen Olbia aufmachten, verbrachten wir noch ein paar Tage in diesem Kletter-Mekka der Ostküste.

Die Fahrt von Tortolí nach Cala Gonone gehörte sicher zu den schönsten des gesamten Trips. Schon kurz nach der Ortsgrenze von Tortoli verengt sich die Straße zu einer zweispurigen Bergstraße, die sich kontinuierlich höher schlängelt auf ein Kalksteinmassiv, das den Namen Supramonte trägt. Die Landschaft ist wunderschön. Die kahle Hochebene, deren höchster Gipfel 1.463 Meter hoch ist, wirkt mit ihren vielen Schluchten und zerklüfteten Pässen imposant. Hie und da tauchen neben der Straße Pferdekoppeln oder Ziegenherden auf. Einfach genial. Weiterlesen

Alpikunas Who is Who ODER Die glorreichen Fünf – Reisebericht Sardinien Tag 17

Tag 17Die Tage in Tortoli waren sehr ereignisreich, neigten sich aber langsam dem Ende zu. Das Alpikuna-Expeditionsteam hatte sich bereits entschlossen noch einmal das nomadische Leben fortzuführen und einen letzten Campingplatz zu besuchen. Deswegen wurde der letzte Tag auf dem Campingplatz Orrí ruhig angegangen und die Abreise gemächlich vorbereitet.

Uns gibt das die Gelegenheit, die fünf Teilnehmer der Expedition kurz vorzustellen.

David: Alpikuna Produktentwickler, Naturstein-Klettergriff-Experte, Fotograf/Paparazzo, Handwerk-Genie und Improvisationstalent, Grillmeister, Recycling-Beauftragter, 2. Vorsteiger; Schnorchelprofi (entdeckte als einziger einen Tintenfisch), Navigator
Lieblingsspeise: Weiterlesen

Ichnusa klettern, Ichnusa trinken ODER Mineraliensuche mit Meerblick – Reisebericht Sardinien Tag 16

David im SteinbruchNach der gelungenen Geburtstagsparty vom Vortag gönnte sich das Alpikuna-Team an Tag 16 eine kleine Verschnaufpause.  Bis zu diesem Tag war das Programm mehr oder weniger dicht gedrängt, sodass wir immer früh aufgestanden waren. An jenem Tag aber kamen wir nur langsam in die Gänge.

Selbstverständlich war ein Tag ohne Aktivität undenkbar und wir waren in den Osten unter anderem deswegen gereist, weil wir die unzähligen Klettergebiete kennenlernen wollten – zumindest einige davon. Am Nachmittag steuerten wir deshalb unser Begleitfahrzeug in Richtung der Ortschaft Baunei. Kurz vor Erreichen dieses Bergdorfes bogen wir rechts ab und folgten einer steilen, serpentinenreichen Straße, die wieder bis zum Meer hinunterführt. Wenn man bei der ersten Kehre in eine Schotterstraße abbiegt, erreicht man nach wenigen Metern einen verlassen Steinbruch – das Campo dei Miracoli. Weiterlesen

Hollywood lässt grüßen ODER Tanti Auguri, Klaus! – Reisebericht Sardinien Tag 15

KlausiAm 15. Tag unseres Sardinien-Urlaubs feierte ein Mitglied des Alpikuna-Kletterteams Geburtstag: unser Klaus wurde 37, äh 27 Jahre alt. Für seinen Geburtstag hatten wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen – zumindest haben wir das im Nachhinein Klaus gegenüber so behauptet.

Schon bei der Ankunft in Tortoli auf dem Campingplatz Orri am Vortag wurden wir von ohrenbetäubendem Lärm aufgeschreckt. Über dem Himmel, direkt vor dem Privatstrand des Campingplatzes, störte eine Reihe von Kampfflugzeugen die nachmittägliche Ruhe. Das Dröhnen der Nachbrenner und die waghalsigen Manöver der Piloten ließen den Boden buchstäblich erzittern. Es war wirklich furchteinflößend. Hatte Italien jemandem den Krieg erklärt? Hatten wir etwas angestellt? War man auf der Suche nach uns – nach Klaus? Weiterlesen