Der „Hängende Stein“ von Sardinien ODER der Pfannkuchengott – Reisebericht Sardinien Tag 13

Klettern in der Schlucht "Hängender Stein von Sardinien"Seit der Ankunft des Alpikuna-Teams im Osten der Insel, in der Gegend um die Ortschaft Buggerru, wurde täglich geklettert. So auch am dritten Tag in Folge. Dieses Mal machten wir es uns leicht und blieben ziemlich in der Nähe unseres Base-Camps auf dem Campingplatz Ortus de Mari.

Der „Canyon de San Nicolò“ ist es einer der noch relativ jungen Klettergebiete auf Sardinien, v.a. an der Südwestküste. Abgesehen davon, dass wir den gesuchten Sektor wieder nicht auf Anhieb finden konnten und von einem riesigen Schwarm Baby-Mücken angefallen wurden, war der Zustieg relativ leicht. Die Wand erinnerte uns vom Kletterstil und der Routenführung her ein wenig an die Heimat – wir tauften die Schlucht jedenfalls „Hängender Stein von Sardinien“.

Auf der Rückkehr zum Campingplatz stoppten wir noch beim Strand von Portixeddu, unserem Hausstrand. Immer noch beeinflusste der Schirokko das Wetter an der Südwestküste. Riesige Wellen mit enormer Kraft klatschten an den kilometerlangen Strand, der wie ausgestorben war. Außer uns wagte sich niemand in die Nähe der aufgewühlten See. Nur eine ältere Dame, die ihren Hund Gassi führte, warnte uns vor den starken Unterwasserströmungen und deutete uns energisch, nicht ins Wasser zu gehen.

Ehrfürchtig blieben wir am einsamen Strand für eine Weile sitzen und fuhren erst wieder zurück zum Campingplatz als die Dämmerung schon weit fortgeschritten war.

Hungrig machten wir uns ans Kochen. Pfannkuchen standen auf dem Speiseplan. Flo, der sich sonst nicht unerfolgreich ums leibliche Wohl des Alpikuna-Teams kümmerte (was ihn wohl selber am meisten überraschte), versagte an diesem Abend auf ganzer Linie. Mit Pfannkuchen hatte das nicht viel zu tun, was er in der kleinen Küche fabrizierte. So war es an Annabelle und David, die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Sie schafften es auch nach mehrstündigen Experimenten eine Handvoll brauchbarer Pfannkuchen zu zaubern. Besonders David zeigte ein gewisses Talent – nicht nur beim Wenden der Pfannkuchen. Als er sich selbst den Übernamen „Pfannkuchengott“ gab, konnte niemand widersprechen.

Fotogalerie unter www.alpikuna.at/fotogalerie-reisebericht-sardinien.html

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