Der kleine Mario ODER Muscheln soweit das Auge reicht – Reisebericht Sardinien Tag 8

klettern-capo-testaFür das Ausflugsprogramm am 8. Tag des Sardinienaufenthalts zeichneten Klaus und Flo verantwortlich. Nachdem das Alpikuna-Team die Küste im Norden schon recht ausführlich besichtigt hatte, buchten sie einen Bootsausflug zur Inselgruppe „La Maddalena“. Die nette Empfangsdame auf dem Campingplatz La Liccia hat den Ausflug in den höchsten Tönen gelobt. Insbesondere der Kapitän sei ein Original, der den lukullischen Genüssen nicht abgeneigt sei und auch eine Schwäche für guten Wein habe. Ihr hättet die leuchtenden Augen von Klaus und Flo sehen sollen…

Früh morgens machten wir uns also auf die Socken und fuhren zum Hafen von Porto Pozzo, ca. eine halbe Stunde vom Campingplatz entfernt. Die Schlaftrunkenheit des Alpikuna-Teams verflog schnell, als wir das Deck des Ausflugsbootes betraten. Das Schiff der Firma Northwest schien schon bessere Zeiten erlebt zu haben – es handelte sich sicher um den ältesten Kutter im Hafen von Porto Pozzo. Auch das Beiboot schien mehr oder weniger nur noch vom Lack zusammengehalten zu werden.

Die Inselgruppe besteht aus 62 Inseln, bildet den Nationalpark „La-Maddalena-Archipel“ und liegt in der Straße von Bonifacio.  Lange Zeit wurde dieses Gebiet militärisch genutzt, die italienische Marine lag dort vor Anker, die Amerikaner hatten bis 2008 gar eine Atom-U-Boot-Basis installiert. Noch heute zeugen einige Gebäude von der Präsenz der Militärs obwohl die strategische Bedeutung des Archipels eher enden wollend war. Jedenfalls dürften die Soldaten es wohl eher nicht als Strafe empfunden haben, hier stationiert gewesen zu sein. Die Strände, die wir besuchten, um zu schnorcheln, brachten uns ins Staunen. Wir legten an der Isola Spargi, der Isola Budelli und an der Isola Razzoli an und schnorchelten was das Zeug hielt. Leider nur aus der Weite fuhren wir am „Rosa Strand“ (Spiaggia Rosa) vorbei, der den Namen aufgrund seines rosa gefärbten Sandes erhielt. Ein Anlegen ist derzeit verboten, da die Besucher den begehrten Sand kiloweise mit Nachhause schleppten und so dieses schöne Fleckchen zu zerstören drohten.

Der Höhepunkt des Ausflugs war aber sicherlich der Auftritt unseres Kapitäns, Mariolino – der kleine Mario, der gleichzeitig auch Koch war. Nachdem das Boot an einem Landungssteg angelegt hatte und die Crew uns zum Baden an den Strand schickte, zauberte er in der kleinen Kombüse unglaubliche Leckereien. Mariolino verkörperte, was wir uns unter einem richtigen Italiener vorstellten. Er redete laut und viel, lachte und gestikulierte dabei wild mit seinen Armen, begrüßte jeden persönlich und hatte offensichtlich sehr viel Freude am Leben. Auch Essen und Trinken dürften eine wichtige Rolle in seinem Leben spielen – jedenfalls zeugte seine Körperfülle davon. Da er aber genauso gut kochte, wie er gerne aß, erwartete uns ein Gourmet-Menu an Bord, das vor allem aus Miesmuscheln (cozze) bestand.

Als Hauptspeise servierte er uns Spaghetti mit Miesmuscheln in Tomatensauce. Die frischen Muscheln schmeckten vorzüglich und wir langten alle reichlich zu. Auch den anderen Gästen schmeckte es, der riesige Topf wurde bis auf die letzte Nudel geleert. Unerwarteterweise gab es noch einen weiteren Hauptgang – ihr erahnt es: Muscheln. Ganz klassisch, in einem Sud gekocht. Als Beilage dieses Mal eine gut gekühlte Flasche Weißwein und eiskaltes Wasser…mmmm – mir rinnt heute noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke. Als Nachspeise servierte er eine Wassermelone, die er kunstvoll sezierte. Nach diesem Festmahl hätten wir alle wohl alle gute Bojen abgegeben – so aufgebläht wie wir waren, wäre es wohl schwierig gewesen im türkisfarbenen Wasser unterzugehen.

Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, ging es zurück zum Campingplatz. Wir mussten schließlich noch unsere Abfahrt vorbereiten, die wir am nächsten Tag antreten würden.

Mehr Bilder unter www.alpikuna.at/fotogalerie-reisebericht-sardinien.html

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